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  #621  
Alt 27.08.2010, 04:45
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KlausMueller KlausMueller ist offline
 
 
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Standard AW: Art der Berichterstattung  Gehe zum vorherigen Beitrag

Mal wieder was aus der Welt der Hirnärzte, in deren Kreisen man doch angeblich so völlig vom Nutzen der Fahrradhelme überzeugt ist. Zitiert aus den Kommentaren zu einem Artikel in der Stuttgarter Zeitung:

"Radfahrer erleiden kaum SHT - warum dann eine Helmpflicht?
Ich arbeite seit über 15 Jahren auf der neurologischen Station eine
süddeutschen Großstadt, bin selber aus Bequemlichkeit kein Radfahrer,
möchte aber sagen, dass die weiter unten genannte Statistik der Hannelore
Kohl Stiftung (Geschäftsbericht 2004: Anteil der Radfahrer & Fußgänger bei
Schädelhirntraumata = 1 Prozent ) meiner Beobachtung und der meiner
Kollegen/Ärzte nach zutrifft. Auch wenn manche Mitmenschen immer wieder ein
erschreckendes Bild vom "durch Sturz auf den Bordstein kopfverletzten
Radfahrern" malen, in der Realität trifft das nicht zu. Verletzte Radfahrer
haben wir in der Neurologie äußerst selten, die meisten kommen mit
Frakturen in der Chirurgie. Neben "normalen" Erkrankungen (z.B.
Hirn-Aneurysmata) behandeln wir häufig Autofahrer/-insassen, die trotz
Gurt, Airbag und ähnlichem schwere lebensbedrohliche SHT haben. Diese wären
z.T. selbst mit Integralhelmen schwer vermeidbar gewesen (weiter unten
wurde in einem Beitrag - wohl etwas scherzhaft - die Helmpflicht für
Autofahrer erwähnt). Gefolgt wird diese Gruppe, wie unschwer zu erraten,
von Patienten, die in der Freizeit verunfallt sind. Vom Skifahrer bis zum
Senior, der vom Tritt stürzte, ist hier jede Altersgruppe vertreten. Es
gibt also, wenn man rein von den SHT-Patienten ausgeht, durchaus
Handlungsbedarf in der Unfallprävention - jedoch auf oben genannten
Gebieten. Warum hingegen stets für die am wenigsten betroffene Gruppe der
Radfahrer (... und Fußgänger), die Prävention durch das tragen von Helmen
gefordert wird, hat sicherlich viel mit Unkenntnis der Bevölkerung über
tatsächliche Schädigungen und deren Schwere (bei den,mit SHT eingelieferten
und Rad fahrenden, Patienten wären Radhelme ohnehin gänzlich überfordert
gewesen) und dem Sicherheitsdenken des Menschen zu tun. Unschwer liegt die
Vermutung nahe, dass dies durch marketingerfahrene Firmen ausgenutzt wird.
Es ist ja auch zu beobachten , dass Radhelme mittlerweile in vielen
Geschäften preislich so niedrig angesetzt werden, dass sie fast automatisch
zum "Mitnahmeartikel" und "Radaccessoire" werden. Geschickte Werbung - auch
durch Zeitungsbeiträge und Leserbriefe - verstärkt diesen Effekt. Einen
positiven Nutzen hinsichtlich der Verhütung von lebensbedrohlichen
Schädelhirntraumata hat dies meiner Meinung nach nicht. "
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Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu KlausMueller für den nützlichen Beitrag:
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  #622  
Alt 27.08.2010, 08:27
Benutzerbild von Schusseligkite
Schusseligkite Schusseligkite ist offline
 
 
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Standard AW: Art der Berichterstattung  Gehe zum vorherigen Beitrag

Mir fällt nicht ein, wo ich das gelesen hatte. Ich glaube, ein Artikel im Stern war es. Über "Terror-Radler". Neben einer Auflistung von besch... Benehmen einzelner die eben mit einem Rad unterwegs waren konnte man dort auch erfahren, dass 80% der Verletzten Radfahrer sich am Kopf verletzt haben. Und das 80% der Radfahrer keinen Helm tragen.
Leider haben sie vergessen zu erwähnen, dass die Verletzten nicht nur unter den Helmlosen zu finden sind. Da allerdings der gesamte "Artikel" eine Frechhheit war, ist das fast schon wieder wurscht.
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  #623  
Alt 27.08.2010, 08:45
elBohu elBohu ist offline
 
 
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Standard AW: Art der Berichterstattung  Gehe zum vorherigen Beitrag

Wenn man die anderen Komentare so liest, könnte man meinen, dass nur Leute von hier die Komentare bewertet haben
Ich bin aber duchweg der gleichen Bewertungsmeinung gewesen!
Da sind wieder haarstreubenden Dinger dabei, da fällt mir ein Ei aus der Hose!

Wieder und wieder wird der Schutz als Tatsache dahingestellt. Was ich allerdings nicht versteh: wie kann man allen ernstes die Hannelore-Kohl Zahlen dafür verwenden einen Helm zu tragen (als Fahradfahrer!).
Wie verblendet sind wir eigentlich, dass uns Politik und wirtschaft so steuern können?
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  #624  
Alt 27.08.2010, 08:47
elBohu elBohu ist offline
 
 
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Es ist immer nur die Rede von verletzen Radfahrern ohne Helm, nirgens habe ich aber gelesen Kopf-verletzte ohne Helm und dass ein Helm meinen Rücken, die Beine, die Arme oder was auch immer schützt ist mit neu... (so ein Helm würde aber die Frisur auch nicht kaputt machen, bei der Größe!)
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